Ministranten Dormettingen

Romwallfahrt 2006 - Tagebuch

Für alle, die mehr von unserer Romwallfahrt wissen wollen, haben wir dieses Tagebuch zusammen gestellt. Hier ist nur ein kleiner Teil der Fotos enthalten, alle Bilder gibt es in unserer Bildergallerie

Klicke die Bilder an, um sie zu vergrößern.

Abfahrt: 30.07.2006

Ab 17.30Uhr stand unser Bus in Balingen bei der Friedhofskirche bereit. Nach dem Abschied von Verwandten, fuhren wir 43 Ministranten und Ministrantinnen und 6 Begleitpersonen, dann pünktlich um 18.00 Uhr ab. Auf dieser Route fuhr unser Bus nach Rom (08.08.06) Unsere Route ist auf dem Bild rechts zu sehen:
Als wir bei Rottweil auf die A81 kamen betete unser begleitender Pfarrer, Anton Bock, mit uns für die Bewahrung und Schutz während unserer Reise. Anschließend bekamen wir unsere blauen Wallfahrtstücher und Hefte. Unsere erste Rast machten wir im Hegau. In den ersten Abendstunden aßen die Meisten ihr mitgebrachtes Abendessen. Im Bus war einiges los, da sich viele nicht kannten, und man sich so bei der Hinfahrt gegenseitig ausfragte. Alle 1,5-2 Stunden machten wir eine etwa 15-minütige Pause.

erster Tag: 31.07.2006

Zwischen 6.00Uhr und 7.00Uhr morgens waren dann auch wieder alle wach, die Meisten mit nur sehr wenigen Stunden schlaf. Zur Einstimmung in den neuen Tag in Italien hörten wir uns das Mottolied der Wallfahrt „Spiritus Vivificat“ an.
Gleich im Anschluss daran gab es dann eine einstündige Pause zum Frühstücken und zum Waschen. Um etwa 10.00 Uhr waren wir in Rom und waren sehr erstaunt über die Verkehrsregeln dort. Wir warten vor unserem Hotel Panoramica, bis die Gruppe vollzählig ist. (01.08.06) Nach einer langen Suche kamen wir dann um 12.00Uhr an unseren beiden Hotels Silvestri und Panoramica an. Wir mussten unsere Gruppe leider auf zwei Hotels aufteilen. Unser erster Blick auf den Petersplatz mit dem Obelisk in der Mitte. (31.07.06) Gleich nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, fuhren wir mit einem der meist sehr vollen Busse zum Petersplatz, um dort die etwa 500 Stufen bis zur Kuppel hinauf zu steigen. Der Ausblick von dort oben war genial. Von der Kuppel aus bietet sich ein herrlicher Blick auf die Stadt Rom. (31.07.06) Danach führte uns Pfarrer Anton Bock durch den Petersdom und erzählte uns einiges über die Entstehung und die Bedeutung der Basilika. Manche von uns kauften sich gleich noch ein paar Postkarten und Briefmarken. Nun gab es endlich etwas Warmes zu Essen in einem Restaurant, in dem wir fast jeden Abend ein 4-gäniges Menü bekamen. Wer jetzt immer noch Energie hatte konnte noch mit zur spanischen Treppe gehen. Dann kam für alle die erste heiße Nacht in den Hotels.

 

zweiter Tag: 01.08.2006

Nach der ersten Nacht machten sich beide Gruppen mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf zum Pantheon. Das Pantheon war ein römischer Tempel, der aus der Zeit um Christi Geburt stammt und wurde 609 n.Chr. zu einer christlichen Kirche umgewandelt. (01.08.06) Dort erzählte uns Herr Bock, dass die Öffnung der Kuppel einen Durchmesser von 9 Meter hat. Die frei tragende Kuppel, die noch größer ist als die des Petersdoms, wurde gegossen und stammt noch aus der Zeit der Römer. Wir bekamen dann Zeit, um uns das Pantheon selbst noch anzuschauen oder Souvenirs einzukaufen. Danach folgte ein Marsch zum Kapitol. Auch dort berichtete uns unser Pfarrer und Leiter von der Gründung Roms und von der Kirche auf dem Kapitol. Blick vom Kapitol aufs Forum Romanum (01.08.06)
Den Blick hinunter auf das Forum Romanum genossen wir und hörten interessiert zu als uns Pfarrer Bock erklärte, dass links die Kurie stand, man im Hintergrund einen Tempel und im Vordergrund den Triumphbogen sieht. Von der Via Sacra bis zum Kolosseum liefen wir in der glühenden Hitze mit mehrmaligen Pausen. Am Kolosseum hatten wir dann bis 12.45 Uhr freie Zeit. Das Kolosseum (01.08.06) Im Anschluss daran kam dann die Fahrt mit Metro B zum Hauptbahnhof Termini. Von dort war es nicht mehr weit bis zum Restaurant, in dem wir am Vorabend zu Abend gegessen hatten. Dort waren wir um 14.00 Uhr zum Mittagessen bestellt. Gestärkt teilten wir uns dann in Gruppen auf: Michael ging mit einer interessierten Gruppe zum Viktor-Immanuel-Denkmal, das er die „Schreibmaschine“ nannte, während Pfarrer Bock zum Trevi-Brunnen und zum Piazza Navona, an dem es drei Brunnen gab,ging. Am Trevi-Brunnen haben einige Geld mit der rechten Hand über die linke Schulter geworfen, was heißen soll, dass man mal wieder nach Rom kommt. Vorprogramm zur internationalen Messe auf dem Petersplatz (01.08.06) Um 17.00 Uhr war dann Treffpunkt von beiden Gruppen auf dem Petersplatz, da um 17.45 Uhr das Vorprogramm zu der internationalen Messe begann. Es wurden dann alle 17 beteiligten Länder mit Fahnen begrüßt. Der Petersplatz ist voller Ministranten... (01.08.06) Auch hat man begonnen die Lieder aus dem Wallfahrtsheft zu üben. Die Messe mit Kardinal Schönborn aus Österreich wurde hauptsächlich auf Deutsch gehalten. Kardinal Christoph Schönborn ging in der Predigt auf das Motto der Wallfahrt ein und legte dar, wie der heilige Geist lebendig macht. Die Kraft des Geistes sei gerade in der Pilgerschaft der Ministranten nach Rom deutlich. Beim Anblick der vielen Ministranten machte er klar, dass die Kirche lebt und keine verkrustete Institution ist. „Ihr seid die Hoffnung der Welt“, sagte der Wiener Erzbischof am Ende seiner Predigt. Nachdem wir aus der großen Menge wieder herausgefunden hatten, sind wir mit der Straßenbahn Linie 19 wieder zurück Richtung Hotel gefahren. Zum Abendessen sind die Gruppen der beiden Hotels getrennt noch Pizza Essen gegangen. Um etwa 22.15 Uhr sind wir wieder in den Hotels angekommen.

 

dritter Tag: 02.08.2006

Petersdom (02.08.06) An diesem Tag gab es schon früher Frühstück, da um 8.30 Uhr das Vorprogramm zur Papstaudienz auf dem Petersplatz begann. Auch dieses Mal haben wir zur Einstimmung einige Lieder gesungen, bis dann um etwa 10.00 Uhr Papst Benedikt XVI mit großem Jubel begrüßt wurde. Es war sehr beeindruckend den heiligen Vater aus der Nähe zu sehen und die Freude, die er ausstrahlt, zu spüren. wir singen... (02.08.06) Weihbischof Martin Gächter begrüßte den Heiligen Vater und überreichte ihm das weiße Pilger-Halstuch der internationalen Wallfahrt der Ministranten. Anschließend hielt Papst Benedikt eine Ansprache in vielen verschiedenen Sprachen. Nach dem gemeinsamen lateinischen Pater noster und dem Segen des Heiligen Vaters machten wir uns auf den Weg an der Engelsburg vorbei mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Lateran. Auch hier erzählte uns Pfarrer Anton Bock einiges über die eine der vier Hauptkirchen und gab uns eine kleine Führung. Ein Gruppenfoto vor der Lateransbasilika (02.08.06) Vor dem Lateran machten wir noch einige Gruppenfotos um dann schnell in einen Bus einzusteigen, der in Richtung Katakomben fuhr. Dort unten war es wesentlich kühler. Wir sahen einige Grabplatten der früheren Gräber. Nun fuhren wir wieder zurück in Richtung Lateran. Gleich neben der Bushaltestelle gab es einen Brunnen wie es in Rom fast um jede Ecke einen gibt. Dort haben wir nicht nur unsere Flaschen mit Trinkwasser nachgefüllt sondern auch eine Wasserschlacht veranstaltet. Die Heilige Treppe gelangen wir nur knieend nach oben (02.08.06) In Anschluss daran liefen wir zur nicht weit entfernten „Heiligen Treppe“ diese Treppe soll Jesus zu Pilatus geführt haben. Man geht die 28 Holzstufen kniend und auf jeder Stufe betend hoch. Als nächstes konnte man noch die Knochenkirche besichtigen. Mit der Metro ging es dann zum Abendessen.
 
 

vierter Tag: 03.08.2006

In St. Paul vor den Mauern findet der diözesane Gottesdienst mit unserem Bischof Gebhard Fürst statt. (03.08.06) Auch an diesem Tag gab es wieder einen Gottesdienst. Dieses mal war es die Eucharistiefeier mit Bischof Dr. Gebhard Fürst die um 10.00 Uhr in St. Paul vor den Mauern begann. Bei diesem Gottesdienst durften von jedem Dekanat 4 Ministranten ministrieren. Auch von unserer Gruppe durften 4 Ministranten ministrieren. Die Basilika St. Paul vor den Mauern (03.08.06) Bei der Kommunion bekam man eine Postkarte auf die man seine Adresse schreiben sollte. Diese Postkarten wurden dann so oft wie möglich mit anderen getauscht um sie dann mit einem Gruß von Italien oder von Deutschland an den Ministranten oder die Ministrantin zu schicken. Unser Bus hat uns dann gleich von St. Paul vor den Mauern abgeholt, um mit uns an ein Strandbad zu fahren. Mittags fahren wir an den See unterhalb des Sommerdomizils von Benedikt XVI zum Baden (03.08.06) Dort verbrachten wir den Mittag mit Baden, Schlammschlachten, Sandschlachten, Sonnen und Essen. Da die Sommerresidenz des Papstes gleich in der Nähe war, sind wir noch kurz dort hin gefahren. Dort bei der Sommerresidenz des Papstes Castell Gandolfo haben wir die Ankunft von Georg Ratzinger, dem Bruder von Papst Benedikt mitbekommen. Der Papst zeigt sich mit seinem Bruder (rechts) und winkt uns!!! (03.08.06) Kurz danach zeigte sich uns und den umstehenden Passanten der Papst Benedikt mit seinem Bruder (s. Foto). Dies war für viele von unserer Gruppe noch ein sehr großes Ereignis des Tages. Nach dem gemeinsamen warmen Abendessen bestand noch die Möglichkeit zur Spanischen Treppe, zum Trevi-Brunnen oder zum Piazza del Populo zu gehen.

 

fünfter Tag: 04.08.2006

Die Vatikanischen Museen (04.08.06) An diesem Morgen musste alles gepackt sein, denn schon um 7.30 Uhr trafen wir uns am Bus, um das Gepäck einzuladen. Wir mussten so früh aufstehen, weil wir an diesem Tag vorhatten - für diejenigen die Lust hatten - die Vatikanischen Museen zu besichtigen. Was man uns erst bei der Abfahrt Richtung Heimat gesagt hat ist, dass allein der Rundgang der Vatikanischen Musen 7 km beträgt. Grab des Johannes Paul II. (04.08.06) In den Vatikanischen Museen haben wir dann auch noch zu Mittag gegessen. Bis um 18.30 Uhr hatten wir freie Zeit. Angeboten wurde jedoch, dass man sich um 15.00 Uhr auf dem Petersplatz am linken Brunnen traf, um an einer kurzen Führung durch die Papstgräber und noch einmal durch den Petersdom teilzunehmen. Santa Maria Maggiore (04.08.06) Wer an der Führung durch den Petersdom nicht teilnehmen wollte, bekam die Möglichkeit noch die vierte der vier Hauptkirchen Roms „Santa Maria Maggiore“ zu besichtigen. Diese Kleingruppe ist auch noch Eis essen gegangen und Proviant für die Busreise kaufen. Ein Abschlussfoto machten wir vor der Abfahrt noch vor dem Brunnen; dann sind wir in die Tiefgagrage gegangen, in der unser Bus stand. ... und noch ein letztes Gruppenfoto (04.08.06) Die Rückfahrt verlief wesentlich ruhiger als die Hinfahrt, nicht nur weil alle sehr müde waren, sondern auch weil wir nur noch alle vier Stunden Rast machten. An der Raststätte im Hegau frühstückten einige unserer Gruppe schließlich. Es war ein starker Klimawechsel für alle, denn in Rom hatte es durchschnittlich 34°C und in Deutschland hatte es etwa 20°C bei leichtem Regen. Als wir wieder bei Rottweil waren sprach unser begleitender Pfarrer ein Dankgebet an Gott für die wunderschöne Zeit in Rom und dankte allen Beteiligten. Bei der Abstimmung, ob es ein Nachtreffen geben soll oder nicht war die eindeutige Mehrheit dafür. Um etwa 10.00 Uhr morgens kamen wir dann wieder in Balingen an.

Ich denke, man kann sagen, dass es allen sehr gut gefallen hat und sich alle auf das Nachtreffen nach den Sommerferien freuen!

Annika und Joachim Schleicher

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